.
 
 

Erleben Sie mit Marlboro Reisen , United Airlines und TUI
Ihr persönliches
Abenteuer in Kalifornien

ABENTEUERLICHE DREHORTE


 
ZUM MEER  

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie stehen hoch oben auf einem sechsstöckigen Gebäude, springen ab und in freiem Fall geht es dem Erdboden entgegen. Nur: weder das Gebäude noch der Boden sind aus fester Materie, so wie wir das gewohnt sind, sondern bestehen aus einer sich schnell bewegenden Flüssigkeit. Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie nicht auf dem Boden aufprallen, sondern mit Ihren Füßen auf einem Surfbrett landen und das Gebäude hinter Ihnen mit einem tosenden Lärm und der Kraft etlicher Tonnen aufschlägt. Vielleicht kann Ihnen dieser gedankliche Ausflug ein klein wenig vermitteln, wie es sich anfühlen muss, wenn man die "Monsterwellen" von Maverick herausfordert.

 

Der erste Dreh von ABENTEUER KALIFORNIEN begann - nomen est omen - an diesem berüchtigten Strandabschnitt in Half Moon Bay, wo im Winter die See rauh und kalt ist und einige der höchsten Wellen Kaliforniens zu finden sind. Maverick's Beach ist Treffpunkt einer kleinen Surfer-Gemeinde, die es wagt auf die Spitze dieser gigantischen Wellentürme zu klettern und somit die Kunst des Wellenreitens in neue Dimensionen führt.

Diese Sequenz war ganz nach Filmemacher Greg MacGillivrays Geschmack, da er selbst ein passionierter und sehr guter Surfer ist.  Er überwachte die Dreharbeiten - ein Portrait von Jeff Clark, ein kühner Wellenreiter, der Maverick's Beach entdeckte und ihn nun als Trainingsplatz nutzt: hier testet er immer wieder seine Fähigkeit, Panik zu überwinden und inmitten der unberechenbaren Naturgewalt des Meeres Ruhe zu bewahren.

Wir hatten nicht gerade einen leichten Start, denn "Mavericks" treten nur wenige Male im Jahr in Erscheinung und kündigen sich weniger als 48 Stunden im voraus an. Hereinbrechende Winterstürme lassen diese sechs Stockwerke hohen Wellen entstehen, die sich Elite-Surfer sehnlichst herbeiwünschen. Für die Mutigen und Glücklichen unter ihnen bedeutet dies der Ritt des Lebens. Die weniger Glücklichen "landen im Boneyard" - an diesem Felsufer fand sich bereits so mancher Surfer wie an ein Brett genagelt wieder, und das lebensbedrohliche Minuten lang.

Die Brandung hier erfordert höchsten Respekt und äußerste Vorsicht. Um perfekte Bedingungen für den Dreh zu haben, beobachteten das Produktionsteam und Clark den Wetterradar und konsultierten sogenannte "Wellenvorhersager". Es ging zu wie auf einer Feuerwache -  immer in Alarmbereitschaft. Als die Bedingungen günstig schienen, packte die Crew sämtliche Ausrüstungsgegenstände in Autos, Boote und Helikopter, und in Windeseile ging es zum Strand.

Die Tatsache, dass die turmhohen Wellen am Maverick's Beach normalerweise eine halbe Meile vor der Küste in Erscheinung treten, verkomplizierte die logistische Seite des Vorhabens. Teile der Surfszenen wurden per Teleobjektiv von Booten aus aufgenommen, andere vom Hubschrauber und vom Ufer aus. Nahaufnahmen direkt von der Wasseroberfläche aus fing Kameramann Mike Peralta ein. Peralta selbst ist ein bekannter Fotograf  und Surfer, der niemals von einem Boot aus Bilder machen würde, weil er seekrank wird! Die IMAX Kamera wurde in eine speziell angefertigte wasserdichte Box gesetzt; zum Glück, denn durch den enormen Seegang wurde sie Peralta dreimal aus der Hand gerissen und musste per Hubschrauber gerettet werden.

Am Ende waren alle technischen Hürden genommen, und die IMAX Kamera fing die zehn Meter hohen Wellen mit den fast 60 Kilometer schnellen Surfern in voller Größe und ihrer ganzen Pracht ein. "Wenn Du mit der Naturgewalt und Kraft der Mavericks Deinen Frieden schließt, ist es wie nirgendwo sonst auf der Welt." Wir können Jeff Clarks Aussage nur bestätigen.

KAPRIOLEN
Zurück zum Seitenanfang

Fast nichts auf der Welt facht die Abenteuerlust so an wie das Fliegen: den höchsten Gipfel erklimmen, das Himmelreich betreten, unsere Erde aus der Vogelperspektive betrachten - all dies hat die Menschheit seit langem zu ihren größten Träumen angeregt. Das Fliegen hat unser gesamtes Weltbild verändert - sei es auch nur, weil uns der Blick von oben sehen lässt, wie eng Land und See, die Länder der Welt, Mensch und Tier miteinander verbunden sind.

Heute fliegen die Leute kreuz und quer durch Kalifornien, gerade so, als ob die Menschheit dies schon immer getan hätte. Und dennoch, oder auch gerade deshalb, gibt es kalifornische Piloten, Fallschirmspringer und Kameraleute, die den Traum vom Fliegen weiterspinnen, indem sie den Himmel als neuen Spielplatz entdecken. Zu ihnen gehören Troy Hartman und Joe Jennings, Weltmeister im Skysurfen.

Greg MacGillivray und sein Team flogen ins in der Nähe von San Diego gelegene  Mission Bay, um komplett neues Bildmaterial von Hartman und Jennings zu schießen. Hierbei war der Hintergrund, nämlich eine Stelle, an der Festland und Meer zusammentreffen enorm wichtig. "Eine faszinierende Aufnahme - aber nicht einfach umzusetzen. Um hier drehen zu können, mussten wir bei der Luftfahrtbehörde um eine spezielle Genehmigung kämpfen", erklärt Autor und Produzent  Mark Krenzien. Das ganze Konzept war riskant: Niemand hatte bisher Freifall-Szenen mit einer IMAX Kamera gedreht. IMAX und der sogenannte Freefall waren ein Widerspruch in sich. Wer würde es schon wagen, mit einer sperrigen, 30 Kilogramm schweren IMAX Kamera im Gepäck aus einem Flugzeug zu springen? Die Antwort hieß Joe Jennings, der nicht nur Skysurfer, sondern auch einfallsreicher Spezialist für Luftaufnahmen ist. Jennings entwarf ein besonderes Gurtwerk  für die Kamera sowie einen "Wing-Suit" - mit Stoffbahnen, die sich von den Knien bis zu den Handgelenken spannten - um die Fallgeschwindigkeit zu bremsen. Dann absolvierte er dutzende von Übungssprüngen, um das Fliegen mit der IMAX Kamera zu perfektionieren. (Die gemeinsamen Aufnahmen von Joe Jennings und Troy Hartman beim Skysurfen wurden von BJ Worth gemacht, der besser bekannt ist für seine umfangreiche Mitarbeit bei den James Bond Filmen.)

Die potentiellen Fallstricke waren immens. Krenzien: "Eines der größten Probleme ist, wie man die Fallgeschwindigkeit des Fotografen mit der Fallgeschwindigkeit des Surfers ins Gleichgewicht bringt. Es liegt auf der Hand, dass die beiden in der Luft ziemlich nahe beieinander sein müssen. In diesem Fall waren Joe's Wing-Suit und ein wirklich außergewöhnliches Können das A und O." Die Filmemacher hatten sogar ehemalige Marinetaucher verpflichtet, die sich für eventuelle (See-)Notfälle in Schlauchbooten bereithielten.

"Für mich war es eine große Herausforderung, zu lernen, wie man mit dieser 30 Kilo schweren Kamera fliegt," sagt Jennings. "Ich habe eine Menge innovativer Drehs in der Luft gemacht, aber das war wirklich etwas komplett Neues. Um Skysurfen zu filmen, musst Du in der Lage sein, sehr schnell steuern zu können - es ist ein sehr dynamischer, aufregender Prozess. So musste ich herausfinden, wie ich den freien Fall mit der Kamera kontrollieren konnte - dabei setzte ich meinen Körper und den Wing-Suit wie ein Flugzeug ein, um nach links und rechts abzudrehen und somit die aufregendsten Aufnahmen zu machen."

Ein weiteres permanentes Hindernis während der Aufnahmen im Moment des freien Falls war die unheimliche Kürze der einzelnen IMAX Filmpatronen von maximal 45 Sekunden, die ein ständiges Auswechseln erforderlich machte - kein einfaches Unterfangen, wenn die Kamera an der Brust eines Fallschirmspringers befestigt ist.  Zum Glück dauert der freie Fall an sich nur eine Minute und somit war Jennings an ein Zeitlimit gewöhnt. Er hat außerdem einen speziellen Handschalter entwickelt, damit er die Kamera aus- bzw. wieder einschalten konnte, sobald die besten Motive in Sicht kamen. Letzten Endes hat das Filmteam ungefähr 30 Freifall-Sprünge benötigt, bis die überwältigenden Skysurfing-Aufnahmen im Kasten waren.

"Vom ersten Bild an, das wir sahen, wussten wir, dass dies eine wichtige Sequenz des Filmes sein würde. Wir haben schnell bemerkt, dass dies die Zuschauer in ein bisher nicht dagewesenes Skysurfing-Abenteuer ziehen würde," sagt Krenzien.

MITTEN IM BAUM
Zurück zum Seitenanfang

Für viele, die mit der Produktion von ABENTEUER KALIFORNIEN zu tun hatten, war eines der ungewöhnlichsten Erlebnisse die von Dr. Steve Sillett geführte Expedition ins Innere eines gut 77 Meter hohen Mammutbaums im Sequoia National Park. Viele Menschen haben bereits voller Ehrfurcht zu diesen Zeitzeugen aufgeschaut, den größten Lebewesen dieser Erde, aber nur wenige Wissenschaftler sind jemals bis in ihr Innerstes vorgedrungen.

Der "Giant Sequoia" fasziniert die Kalifornier seit langem, weil diese Baumart in große Höhen vordringt und gut 2.000 Jahre alt werden kann. Wir möchten wissen, warum sie so viel wachsen, wie sie so lange leben, was sie erlebt haben. Die Sequoias und Redwoods stehen als Symbol für die großen Ziele und den  Enthusiasmus, die dieser Bundesstaat im Auge haben bzw. hervorbringen kann. Interessanterweise wachsen die Bäume ausschließlich in Kalifornien, der einzige Platz auf der Welt, der ihre komplexen Lebensbedingungen erfüllt: feuchter aber sandiger Boden, moderates Klima und großzügige Niederschläge.

Auf Dr. Sillet übt der "Giant Sequoia" natürlich nicht nur wegen seines Symbolcharakters eine starke Anziehungskraft aus, sondern in erster Linie wegen seiner Fähigkeit, uns in wissenschaftlicher Hinsicht über biologische Prozesse und die Umwelt aufzuklären. Der Sequoia ist der Zenit eines reichen und vielseitigen Ökosystems, das sich im Laufe von Jahrtausenden entwickelt hat.

Kurz vor Beginn der Produktion hörte Dr. Sillett ein aufregendes Gerücht: Im zweitgrößten Mammutbaum der Welt - bekannt als "Washington Tree" - solle sich ein enormer Hohlraum befinden, der eine Höhle inmitten des lebenden Baumes forme. Niemand wusste, ob etwas Wahres daran war, aber Sillet war entschlossen, genau dies herauszufinden. Er lud das IMAX Kamerateam zu einer der aufregendsten Baumuntersuchungen ein, die es jemals gegeben hat: zum Entdecken und Vermessen eines der größten Bäume der Welt. Vom ersten Moment an fühlten wir uns wie auf einer richtigen Expedition. Esel schleppten die schwere IMAX Ausrüstung - nicht gerade ihr normales Gepäck - tief in den Sequoia National Forest, dem Zuhause des "Washington Trees". Dort beabsichtigte Sillet, den 77,3 Meter hohen Baum zu erklimmen wie einen Berg, um dann abgesichert von der Baumkrone aus nach dem Hohlraum zu suchen und möglicherweise sogar in den Baum hineinzuklettern. Das Team von ABENTEUER KALIFORNIEN wusste, wenn es Dr. Sillet begleiten würde, musste es gemeinsam mit ihm und der IMAX Kamera ins Innere des Baumes vordringen. Mit Hilfe von Bergsteiger und Ex-Mitarbeiter von "Yosemite Search and Rescue" Werner Braun wurden komplizierte Seilverknüpfungen gespannt, um die Kamera in die Baumkronen ziehen zu können. Und weil es darauf ankam, so wenig Gewicht wie möglich mitzunehmen, wurde die gleiche von MacGillivray Freeman entwickelte Leichtgewichtkamera verwendet, die bei den Dreharbeiten zu Everest benutzt wurde. Als die Kamera ihren Weg in die Baumkronen gefunden hatte, wurde das gezielte Spannen von weiteren Seilen erforderlich, um sie an diversen Stativen befestigen zu können, die teilweise quer an den Baumstamm gebunden waren. Die IMAX Kamera absolvierte außerdem ihre erste "Tyrolean Traverse" - an einem waagerechten Seil befestigt folgte sie Dr. Sillett von Baum zu Baum.

Die größte Herausforderung stand uns jedoch erst dann bevor, als Dr. Sillett seine atemberaubende Entdeckung machte: der Baum hatte tatsächlich einen Hohlraum, und dieser schien sich tunnelartig 35 Meter tief ins Innere zu ziehen. Noch nie war eine Kamera so weit in einen lebenden Baum vorgedrungen - das sollte sich nach Greg MacGillivrays Meinung jedoch ändern. Er hat sofort veranlasst, dass besondere Beleuchtung und eine spezielle Ausrüstung in den Nationalpark gebracht wurden; nebenbei hat er auch noch darauf bestanden, dass ein Mitglied des Teams neben dem Baum schlafen sollte, um die wertvollen Gegenstände zu bewachen und sie vor den spitzbübischen heimischen Bären zu schützen.

Als die IMAX Kamera in der Baumhöhle verschwunden war, wusste niemand, was genau geschehen würde.

Die Höhle wurde nach unten hin so eng, dass sie Kamera und -mann fast zerquetscht hätte, aber nach sieben aufregenden Stunden tauchten sie siegessicher wieder auf.

"Das war wirklich ein spannender Dreh, der voller Überraschungen steckte und bei dem wir uns wie richtige Entdecker fühlen konnten", sagte Mark Krenzien. "Niemand wusste, was uns da erwartete, und das Kamerateam hat Unglaubliches vollbracht, um den Zuschauer an dem faszinierenden Geschehen teilhaben zu lassen."

Teil des ungewöhnlichen Erlebnisses ist es, herauszufinden, wie so eine große Höhle überhaupt in dem Baum entstehen konnte: durch einen Blitz, einen Pilz, einen anderen natürlichen Prozess, oder einer Kombination aus allem? Eine Frage, die bisher noch unbeantwortet ist. Doch Dr. Sillett setzt seine Forschungen fort und entdeckt immer wieder Neues rund um den Washington Tree, so zum Beispiel seltene Pilzarten, die im Innern wachsen oder einige der ältesten, intakten Sequoia Zapfen (50 Jahre alt).

"HIGH LIFE" IN KALIFORNIEN
Zurück zum Seitenanfang

Wenn man den Mammutbaum als Symbol natürlichen Wachstums in Kalifornien betrachtet, dann ist die Golden Gate Bridge sein architektonisches Pendant. Diese meisterhafte Konstruktion überspannt die Bucht von San Francisco und offenbart dabei die Harmonie von menschlichem Unternehmungsgeist und der Natur in Kalifornien.

Als im Jahre 1937 die Brücke gebaut werden sollte, gab es viele Stimmen, die sagten, dies sei unmöglich: es wäre zu gefährlich und zu teuer. Aber der kalifornische Neuerer Joseph Strauss sah das anders. Auch wenn die Arbeit furchteinflößend, gefährlich und körperlich mehr als nur anstrengend war, die Entlohnung war königlich - besonders in Anbetracht der vorherrschenden Depression - und die Arbeiter strömten herbei, um Strauss bei der Verwirklichung seiner Vision zu helfen.

Strauss traf gewisse Vorsichtsmaßnahmen - tatsächlich war dies das erste Bauprojekt, bei dem das Tragen von Schutzhelmen erforderlich war. Die gespannten Sicherheitsnetze bewahrten viele Arbeiter vor dem sicheren Tod, denn die Kabel vereisten sehr oft und führten zu schlimmen Stürzen. Dennoch standen viele der Geretteten hinterher unter Schock, so dass sie nicht mehr zur Arbeit zurückkehren konnten. Der Bau der Golden Gate Bridge brachte ausschweifende Wochenenden in der nahegelegenen Boomtown mit sich, die natürlich alles tat, um den Arbeitern etwas für ihren Lohn zu bieten. Alles, was mit der Golden Gate Bridge zu tun hatte, stand als Sinnbild für das machohafte aber in die Zukunft denkende Verhalten der Kalifornier - nach Fertigstellung wurde sie als Hoffnungsträger für bessere Zeiten gefeiert, da die wirtschaftliche Depression zu Ende war. Die Brücke ist bis heute ein Zeugnis menschlicher Kunstfertigkeit und Erfindergeist geblieben - die abenteuerliche Seite kalifornischer Vorstellungskraft. Millionen von Menschen aus der ganzen Welt haben ihre eine Meile lange und 230 Meter hohe Stahlkonstruktion mit den einmaligen Kabelverstrebungen und den himmelhohen Zwillingstürmen bewundert. Nur wenige wissen allerdings um die Menschen im Hintergrund, die für das reibungslose Funktionieren der Golden Gate Bridge verantwortlich sind. Während unten Autos und Fahrräder vorbeiflitzen, sorgen Experten in Schwindel erregender Höhe für die gleichbleibende Sicherheit eines der großartigsten Bauwerke aller Zeiten.

Die Golden Gate Bridge wurde bisher noch nie im IMAX Format dargestellt. Genau deshalb wollten die Filmemacher von ABENTEUER KALIFORNIEN die extremen Bedingungen aufzeigen, welchen die Wartungsarbeiter der wohl bekanntesten Brücke Kaliforniens ausgesetzt sind. Und so fand die IMAX Kamera in dem wenig bekannten, winzigen Aufzug ihren Platz und begleitete die Arbeiter auf ihrem 4,5 Minuten langen Weg zur Arbeit. Von hier aus konnte das Team einen wirklich neuen Blick auf Kalifornien werfen - nicht nur auf die traumhafte Skyline San Franciscos, sondern auf den Mut und Enthusiasmus, der dahintersteckt, um diesen Meilenstein der Architektur in perfektem Zustand zu halten.

Erfindungsgeist war nun von uns gefragt: Um den atemberaubenden Blick und die Schwindel erregende Tätigkeit der Arbeiter exakt vermitteln zu können, entwarf Greg MacGillivray eine spezielle Variante der IMAX Kamera: eine kompakte, 17 Kilogramm schwere Version, die um den Hals eines Wartungsarbeiters gehängt werden konnte. Nun würden die Zuschauer ganz sicher erfahren, was es bedeutet, in einer luftigen Höhe von 213 Metern Wind und Wetter ausgesetzt zu sein.

Natürlich ist es kein Spaziergang, wenn Du oben auf der Golden Gate Bridge stehst, eine 17 Kilo schwere Kamera im Gepäck und Dir der  Wind mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h um die Nase weht - aber genau das zeigte uns, aus welchem Holz diese kalifornischen Arbeiter geschnitzt waren. "Es war  wirklich wundervoll mit anzusehen, wie sehr die beiden Wartungsarbeiter Joe Van Bonn und Bill Owens die Bedeutung von ABENTEUER KALIFORNIEN gespürt haben", bemerkt Mark Krenzien. "Sie wollten einfach, dass alle Leute die Möglichkeit haben, zu fühlen und zu sehen, was sie dort oben fühlen und sehen und davon genauso bewegt und angetan zu sein wie sie selbst. Sie taten wirklich ihr Möglichstes und Unmöglichstes um uns zu helfen, dieses Ziel zu erreichen.

EIN TIERISCH GUTES GESPRÄCH
Zurück zum Seitenanfang

Während einige Abenteurer Kaliforniens physische Grenzen - wie zum Beispiel Abgründe oder turmhohe Wellen - überwinden, sind andere dazu in der Lage, biologische Grenzen zu überschreiten und wertvolle Mitglieder der Tierwelt zu werden. Kalifornien ist die Heimat einiger der stärksten, faszinierendsten und Fantasie anregendsten Geschöpfe dieser Welt: Wale, Delfine, Schwarzbären und weißköpfige Seeadler (Bald Eagle). Es ist außerdem das Zuhause eines der niedlichsten Meerestiere, dem Seeotter - der haarige, braune Verwandte aus der Wieselfamilie, dessen verspielte Art uns Menschen seit langer Zeit Freude bereitet, dessen Bestand jedoch von uns Menschen durch Jagd und Fischerei nahezu ausgelöscht wurde.

Greg MacGillivray hat schon seit langem ein weiches Herz, wenn es um die haarigen Schwimmer geht, deren neckische Streiche ihn während seiner Besuche im Monterey Bay Aquarium immer wieder verblüfften. Er wusste, dass das Aquarium jede Anstrengung unternahm, um junge Otterwaisen zu retten und auf das Leben in ihrer natürlichen Umgebung vorzubereiten. "Die Hingabe, mit welcher diese Aquaristen die heimische Unterwassertierwelt respektieren und schützen ist ein Vorbild für uns alle", sagt MacGillivray. "Sie können eine unglaubliche Geschichte davon erzählen, was passiert, wenn Menschen »ins Wasser gehen« und auf die Sprache der Tiere eingehen."

Die Geschichte der kalifornischen Seeotter endete beinahe in einer Tragödie. Einst lebten 30.000 Seeotter in den Seetangbänken vor der Küste. Um 1930, nach Jahrzehnte langer aggressiver Jagd (die Otter waren bekannt für ihr sehr dickes, wärmendes Fell - dem dichtesten aller Säugetiere), war die Kolonie auf 50 Tiere zusammengeschrumpft. Heute geben die Zahlen zwar Anlass zu verhaltenem Optimismus, dennoch ist der Bestand der Tiere gefährdet. Ins Meer geleitete Schadstoffe vom Festland und von Bohrinseln zerstören Seetangbänke und Riffe und wirken sich negativ auf Fortpflanzung und Gesundheit der Meerestiere Kaliforniens aus. Ohne Hilfe von außen sterben heutzutage zwei von drei elternlosen Otter. Nur durch den unermüdlichen Einsatz von Menschen haben diese Meeressäuger eine Überlebenschance.

Dieser Einsatz wird in ergreifender Form von Aquaristin Sue Campbell erbracht, die Otterwaisen als Ersatzmutter dient und ihnen die Fähigkeiten beibringt, auf die sie im Meer angewiesen sind - genauso wie es ihre richtige, behaartere Mutter tun würde. Täglich verlässt sie mit den Otterbabies das Aquarium, um mit ihnen im offenen Meer das Grundtraining zu absolvieren. Sie bringt ihnen bei, zu tauchen und auf Futtersuche zu gehen. Um den Kleinen zu demonstrieren, wie sie an das Fleisch der Schalentiere herankommen, dreht sie sich auf den Rücken und hat einen Stein in der Hand, um jederzeit die Schale aufmeißeln zu können. Sie hilft ihnen sogar bei der Haarpflege - das Fell eines ausgewachsenen Otters besteht immerhin aus mehr als 800 Millionen Haaren!

All dies ist keine leichte Aufgabe, denn Menschen können nicht einfach vier Minuten unter Wasser bleiben, kühlen schnell aus im kalten Meerwasser und sind auch nicht dazu in der Lage, an einem Stück auf 30 Meter Tiefe abzutauchen. Das Erstaunliche daran ist, dass die Otter aufgrund ihrer angeborenen Neigung, sich an eine Mutterfigur zu binden, Campbell als eine der ihren betrachten - und Sue wiederum tut ihr Bestes, um die Rolle der Ottermama zu spielen.  Wenn Campbells Unterricht dann endlich erfolgreich war, kann sie die Otter zurück in das offene Meer entlassen.

Im Gegensatz zu anderen Filmsequenzen von ABENTEUER KALIFORNIEN, mussten bei den Otter-Szenen sowohl die Kamera als auch das Team so unauffällig wie möglich bleiben.  Die Aquaristen haben dem Dreh auch nur unter der Bedingung zugestimmt, dass die Otter niemals von den Kameras gestört und somit ihre angeborene Neugier geweckt würde. Immerhin bedeutet die Rückführung in ihren natürlichen Lebensraum auch, dass sie Menschen gegenüber eine gewisse Vorsicht an den Tag legen. Sie dürfen nur mit ihrer Ersatzmutter Kontakt haben - in diesem Fall Sue Campbell.

Die Lösung war, die Otter zumeist von oben und nur selten vom Wasser aus zu filmen, und natürlich schnell abzuhauen, wenn sie näher kamen. "Bei diesem Teil des Films führten die Otter Regie", scherzt Greg MacGillivray.

Den Ottern und Sue Campbell fällt ebenfalls eine Hauptrolle in unserer Geschichte ABENTEUER KALIFORNIEN zu, die eine der charmantesten und bewegendsten Momente bereithält: wie Frau und Otter im Meer miteinander kommunizieren. "Die Art und Weise, wie die Seeotter in dieser Geschichte mit den Menschen in Beziehung treten, ist sehr bewegend, weil sie uns daran erinnert, wie viel wir mit den frei lebenden Geschöpfen dieses Staates gemeinsam haben", bemerkt Mark Krenzien.

GRENZENLOSE VORSTELLUNGSKRAFT
Zurück zum Seitenanfang

Die Filmemacher von ABENTEUER KALIFORNIEN haben nicht nur Kaliforniens vielseitigsten Ökosysteme besucht, sondern auch die vielseitigsten Vergnügungsbastionen: Disneyland und The Academy Awards - wo Kunst Erfindungsgeist und Unterhaltung ein Abenteuer für sich sind. Hier fanden sie heraus, dass Kalifornien neben Bergen, Flüssen, Wäldern und Meer auch noch mit Elfenstaub und himmlischen Marotten gesegnet ist.

Während der Academy Awards®, schritt Greg MacGillivray mit der IMAX Kamera und natürlich zusammen mit den Stars den weltbekannten roten Teppich hinunter, so dass die Zuschauer für einen Moment ins Rampenlicht gerückt würden. "Wie kein anderes Event wird die Oscar-Verleihung in den Köpfen der Welt so eng mit Kalifornien verknüpft", meint Mark Krenzien. "Die Filme und all die Träume, die sie verkörpern, sind einfach ein Teil von Kaliforniens unbegrenzter Vorstellungskraft."

Die Oscars - hier zu sehen im Music Center von Downtown Los Angeles - wurden  erstmals im Jahre 1929 vergeben, gerade als das Wunder des Tons seinen Einzug in die Filmwelt hielt. Die erste Verleihung fand im Roosevelt Hotel in Hollywood statt und war eher eine lahme Angelegenheit gemessen an heutigen Standards - es wurden nur 15 Oscars vergeben und die Gewinner standen bereits im Vorhinein fest. Der versiegelte Umschlag wurde erst 1941 eingeführt und machte die Academy Awards zu einer der spannendsten jährlich stattfindenden Veranstaltungen der Welt. Die Oscar-Verleihung entwuchs dem Stadium eines Privatbanketts und schuf somit die Möglichkeit für jedermann, an den grenzenlosen Träumen der kalifornischen Unterhalter und Filmemacher teilzuhaben.

Zu Kaliforniens inspirierendsten Oscar-Preisträgern gehörte Walt Disney, der mit nur 29 Dollar in der Tasche und einer die Zukunft verändernden Vision im Kopf nach Kalifornien kam. Disney leistete auf den unterschiedlichsten Ebenen wahre Pionierarbeit -  angefangen bei der Trickfilm-Industrie und als Vater der legendären Mickey Mouse, über die Erfindung der Themenparks in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis hin zu seinen Zukunftsvisionen von Technologie und Städten von morgen. Disney wurde nicht nur zum Volksheld Kaliforniens, sondern zum vollkommenen Amerikaner: ein wagemutiger Selfmade-Unternehmer, ein leidenschaftlicher Künstler und ein fröhlicher Optimist mit einer grenzenlos kreativen Fantasie.

Disney hat Kalifornien aber noch mehr hinterlassen: die erste Kunsthochschule - The California Institute of the Arts (bekannt als Cal Arts), das bereits hunderte frei denkender Köpfe zu Regisseuren, Designern und Erfindern machte.

ABENTEUER KALIFORNIEN interviewte Walts Neffen, Roy E. Disney, um ein Gespür für Disneys geistvolle Tage der Erfindung und Kreativität zu bekommen. Roy Disney glaubt, dass sich sein Onkel in das Pantheon risikobereiter Kalifornier einreiht, die ihre Grenzen woanders suchten - nämlich in der menschlichen Vorstellungskraft. So, wie Roy Disney sagt: "Wenn Walt einmal eine Idee hatte, war er immer bereit, dafür ein Risiko einzugehen. Er konnte etwas bauen, wovon sich einer anderer nicht einmal ein Bild machen konnte... er hatte eine Menge Ideen und alle entstanden aus jener Art Träumen und Freude, die Dich in Deine eigene Kindheit zurückversetzen." Unsere Großformatkamera war die erste Filmkamera überhaupt, die diese Sequenz für eine spätere Veröffentlichung filmen durfte.

DIE RETTUNG EINES KÖNIGS
Zurück zum Seitenanfang

Ein Respekt einflößendes Geschöpf, das Kalifornien und das ganze Land immer wieder in seinen Bann zieht, ist das stolze Wahrzeichen Amerikas: der weißköpfige Seeadler (haliaeetus leucocephalus). Das Team von ABENTEUER KALIFORNIEN sah sich verpflichtet, einen der groß angelegtesten Renaturierungsversuche des Jahrhunderts mit der Kamera festzuhalten: die  Wiederansiedlung des weißköpfigen Seeadlers, des kalifornischen Königs der Lüfte, auf der vor der Küste Los Angeles gelegenen Insel Catalina Island.

Der weißköpfige Seeadler ist ein Raubvogel und hat nur wenige natürliche Feinde, mit Ausnahme des Menschen. Der Bestand dieser Tierart ist auf dramatische Weise zurückgegangen. Die Hauptursachen hierfür liegen in der Zerstörung seines Lebensraums durch Jäger, Städtebau und die giftigen Nebenwirkungen von DDT, welche die Eierschalen zerbrechlicher machten und viele Gelege gänzlich zerstörten.  Auf der ländlichen Insel Catalina Island verschwand der  Beutevogel des Seeadlers fast gänzlich vom Himmel. Jetzt, da er unter Naturschutz steht, kehren auch die Adler wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück.

Weil weißköpfige Seeadler Laub- und Nadelwälder an Küsten bevorzugen, war Catalina Island einst ihre bevorzugte Heimat.  Dank der enormen Anstrengungen von Wissenschaftlern wie Dr. Peter Sharpe könnte dies bald wieder der Fall sein.

ABENTEUER KALIFORNIEN endet mit einer atemberaubenden Filmaufnahme: Sehen Sie selbst, wie ein einzelner Mensch versucht, ein Weißkopfadler-Küken vorsichtig in ein Nest zu setzen, während er an einem vom Hubschrauber herabhängenden Seil befestigt ist. Wie bei allen Filmsequenzen, haben auch hier Sicherheitsexperten und kreative Filmleute ihre Stärken vereint, um diesen Moment des Zusammentreffens von Mensch und Natur so intim wie möglich zu gestalten.

"Dies ist vielleicht unsere spektakulärste Aufnahme über den Umwelt- und Tierschutz in Kalifornien", sagt Greg MacGillivray.

Für MacGillivray vereint dieses Bild alles, was ABENTEUER KALIFORNIEN sein sollte: evokativ, ungeschminkt, eine Mischung aus Mensch und Natur, die sich beide zu neuen Höhen aufmachen.

Ungebändigte Ideen sind verführerisch, impulsiv, unberechenbar,
Ideen mit Flügeln und Hufen.
- Diane Ackerman, Naturalistin

NATURWUNDER
Betrachten Sie die unbeschreiblichen Landschaften Kaliforniens einmal so, wie Sie sie wahrscheinlich noch nie gesehen haben: Auf einer riesigen Leinwand entführen wir Sie zum höchsten Berg der Vereinigten Staaten von Amerika, zum niedrigsten Punkt der westlichen Hemisphäre, bis hin zum größten Seetangwald der Welt.

DIE GRÖSSTEN BÄUME DER WELT
Begleiten Sie die Botaniker Steve Sillett und Jim Spickler auf den höchsten Punkt der größten und ältesten Lebewesen der Welt: die 30 Stockwerke hohen Mammutbäume "Giant Sequoias". Gemeinsam geht es, nur an einem dünnen Nylonseil befestigt, von Baumkrone zu Baumkrone. Der Ausflug lohnt sich, denn der zweitgrößte Baum der Welt hält eine unglaubliche Überraschung für Sie bereit.

ABGEHOBEN
Die große natürliche Vielfalt des "Golden State" hat seit jeher Kalifornier dazu beflügelt, Extremsportarten noch einen Schritt weiter zu führen. Profi Snowboarder Bryan Iguchi zeigt Ihnen "Abgefahrenes" mit dem Snowboard.

LUFTSPRÜNGE
Wenn Troy Hartman und Joe Jennings mit einem Snowboard an den Füßen aus dem Flugzeug springen, verwandelt sich der Himmel über Mission Bay in eine Zirkuskuppel.

SCHWINDELFREI?
Joe Van Bonn und Bill Owens führen Sie sicher über die höchsten Stellen der Golden Gate.

STARKE BRANDUNG
Wenn Surfer über gigantische Wellen reden, denken alle unweigerlich an die Nordküste der Hawaii-Insel Oahu. Diese hat jetzt Konkurrenz bekommen: Jeff Clark nimmt Sie mit nach Kalifornien und zeigt Ihnen, dass die Wellen hier ebenso hoch und Respekt einflößend sind.

SEEOTTER
Süß, oder? Aber leider gibt es nur noch 2.500 dieser possierlichen Tiere auf der ganzen Welt. Aquaristin Sue Campbell versucht Otterwaisen zu retten, indem sie zu ihrer Ersatzmutter wird.

RETTUNG EINER LEGENDE
Für die Ureinwohner Amerikas, wie Dana Prieto, ist der weißköpfige Seeadler ein wichtiges Symbol der Natur. Doch der Einsatz von DDT hat seinen Fortbestand gefährdet. Nur mit der Hilfe von Biologen wie Peter Sharpe, der sein Leben in Catalina riskiert, um ein Küken aus dem Brutkasten zurück in das Nest seiner Mutter zu setzen, ist ihr Überleben gesichert.

Klicken Sie hier, um die Fütterung in einem Adlernest auf Santa Catalina Island live zu erleben.

Für das Anschauen ist der Real Player erforderlich
Das Live-Video wird vom Institute for Wildlife Studies in Zusammenarbeit mit dem USC Wirigley Institute for Environmental Studies zur Verfügung gestellt

ACADEMY AWARDS - Entdecken Sie die Oscar-Verleihung neu: schreiten Sie mit uns den weltberühmten roten Teppich entlang, ganz so als wären Sie der Star. Unsere Großformatkamera war die erste Kamera überhaupt, die zur Veröffentlichung gedachte Aufnahmen aus dieser Perspektive machen durfte.

ABENTEUER KULTUR
Vom Goldrausch zu Hearst Castle, Hollywood und Disneyland: Glanz und Glamour sind ganz einfach Bestandteil der Kultur Kaliforniens...

...Und Noch Vieles Mehr!!!

Zurück zum Seitenanfang

 


Wild Film | Wild Destinations | Theater Schedule | Wild Catalog
Wild Wisdom | Wild Culture | Economic Forum | Search
| Contact Us | Home

copyright K2 Communications 2001 All Rights Reserved. web services by
 The Destination Group
last updated 2-02-2001